Liebe Leserinnen und Leser,
Wissen vernetzen, Forschung digital unterstützen:
Mit unserem Newsletter
Redaktionell betreut wird dieser Newsletter von der neu gegründeten Abteilung Digitale Forschungsservices am Universitätsrechenzentrum. Als Nachfolgerin des Kompetenzzentrums Digitale Forschung (zedif) begleiten wir Prozesse im Forschungskontext nun mit einer ganzheitlichen Ausrichtung – sowohl beratend als auch durch technische Unterstützung.
Wie in den vorherigen zedif Newslettern stellen wir unser aktuelles Kursprogramm vor und informieren über Neuigkeiten unserer Projekte sowie zu aktuellen Themen aus dem Bereich der digitalen Forschung.
Zudem laden wir Sie ein, sich an unserer Mini-Umfrage zu beteiligen und uns darin mitzuteilen, welche weiteren Angebote Sie sich in Zukunft von uns wünschen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und einen guten Start ins Sommersemester!
Ihr Team Digitale Forschungsservices
Information
Neu am URZ: Abteilung Digitale Forschungsservices
Seit Jahresbeginn bündelt die neue Abteilung Digitale Forschungsservices – als Nachfolgerin des zedif – zentrale IT-Dienstleistungen für die Wissenschaft direkt am Universitätsrechenzentrum (URZ). Durch die Integration in das URZ bieten wir eine ganzheitliche Unterstützung: von der fachspezifischen Beratung und praxisnahen Schulungen bis hin zur aktiven Begleitung technischer Entwicklungsarbeiten in Ihren Projekten und dem bedarfsorientierten Ausbau der forschungsnahen IT-Infrastruktur.
Unser Kernprofil für Ihre Forschung umfasst:
Forschungsdatenmanagement: Strategische Beratung über den gesamten Datenlebenszyklus sowie Bereitstellung von Infrastrukturen zur digitalen Dokumentation von Forschungsprojekten und der langfristigen Speicherung von Forschungsdaten.
Scientific Computing & KI: Betrieb von Hochleistungsrechnern für rechenintensive Forschungsprojekte, für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und von Umgebungen für interaktive Analysen. Unterstützung beim effizienten Einsatz der Systeme für Forschungsprojekte.
Digitale Dienste & Software Engineering: Unterstützung bei der Auswahl, Nutzung und Eigenentwicklung von Forschungssoftware sowie Bereitstellung gängiger Softwarelösungen und Entwicklungstools.
Bei Fragen zu unseren Angeboten informieren Sie sich auf unserer Website oder kontaktieren Sie uns jederzeit über den Servicedesk oder per E-Mail.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören.
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Praxiskurse im Sommersemester 2026
Das Universitätsrechenzentrum bietet im Sommersemester zahlreiche Kurse an, in denen grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten zu digitalen Werkzeugen, zum Forschungsdatenmanagement und zur Programmierung praktisch vermittelt werden.
Dieses Semester bieten wir die folgenden Kurse an:
- Einführung in die Kommandozeile
- Grundlegende Versionsverwaltung mit Git: Ein Workshop für Anfänger
- Versionsverwaltung und Projektmanagement mit GitLab
- zwei Kurse „Einführung in das Programmieren mit Python“: Anfang Juni und Ende Juni
- Praktische Einführung in die Nutzung eines HPC-Clusters
- Forschungsdatenmanagement für die Natur-, Lebens- und Umweltwissenschaften
- HPC-Paketmanagement mit Nix
Alle Details zu den Kursen sowie die Möglichkeit sich anzumelden finden sich in unserem Katalog des Qualifizierungsportals. Die Kurse sind offen für alle Beschäftigten und Studierenden wissenschaftlicher Einrichtungen in Jena. Die Veranstaltungssprache ist im Allgemeinen englisch.
Sollten Sie Ideen zu oder Bedarfe an weiteren Kursen haben, kontaktieren Sie uns bitte!
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NOMAD Oasis
Mit NOMAD Oasis erproben wir seit Februar 2026 eine neue Forschungsdatenplatform und Laborbuch für die Materialwissenschaften, die unter https://nomad.test.hs-itz.de/nomad-oasis/gui/ erreichbar ist. NOMAD Oasis bietet strukturiertes und FAIRes Datenmanagement für die Material- und verwandten Wissenschaften durch semiautomatische Analyse und Normierung von Mess- und Rohdaten. Dabei können die durch NOMAD verarbeitbaren Daten durch ein Plugin-System erweitert und auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden, z.B. um neue Messinstrumente zu unterstützen. NOMAD berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus von Daten und ermöglicht private Datenhaltung, das Teilen mit Kooperationspartnern, Sperrfristen für Datensätze und Publikation von Datensätzen in die Zentralinstanz https://nomad-lab.eu.
Die NOMAD-Distribution der Universität Jena, mit Definition der Fähigkeiten, und Plugins wird in einem Git-Repositorium unter https://git.uni-jena.de/nomad/nomad-oasis gepflegt. Code-Beiträge, Feature- und Support-Anfragen werden dort gerne entgegen genommen.
https://nomad.test.hs-itz.de/nomad-oasis/gui/ befindet sich noch im Testbetrieb. Feedback ist ausdrücklich erwünscht und kann in Form eines GitLab-Tickets eingereicht werden. Perspektivisch soll der Service im Rahmen des IT-Zentrums der Thüringer Hochschulen thüringenweit mit erweiterter Kapazität angeboten werden.
Eine umfangreiche und zugängliche Einführung in NOMAD ist unter https://nomad-lab.eu/nomad-lab/tutorials.html verfügbar.
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Treffen Sie uns beim Data Science Day und Forum Digitale Universität Jena
In den kommenden Monaten finden an der Friedrich-Schiller-Universität Jena verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Digitalisierung und Datenwissenschaften statt, bei denen Sie Vertreter:innen der Abteilung Digitale Forschungsservices sowie des Thüringer Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagement (TKFDM) treffen können.
Data Science Day Jena | 6. Mai 2026 | 13:00 – 19:30 Uhr
Am 6.05.2026 findet der Data Science Day zum achten Mal statt, organisiert vom Institut für Informatik. Die Veranstaltung bietet ein informatives Vortragsprogramm sowie ein Industriesymposium und bringt – wie in den vergangenen Jahren – Data-Science-Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Das TKFDM ist mit einem Messestand vertreten. Dort erhalten Besuchende Einblicke in Veranstaltungen, Services und Projekte des TKFDMs sowie praxisnahe Materialien wie FDM-Checklisten, Handouts und das Kartenspiel „Research Data Scary Tales“. An der Veranstaltung kann per Live-Stream oder in Präsenz teilgenommen werden. Die Anmeldung ist noch bis zum 3. Mai 2025 möglich.
Forum Digitale Universität Jena | 1. Juni – 2. Juni 2026 | 9:00 – 16:00 Uhr
In diesem Jahr findet erstmals das von der Stabsstelle Digitale Universität organisierte Forum Digitale Universität Jena statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Digitale Kompetenzen für den Studien-, Lehr-, Forschungs- und Berufsalltag“. Das Forum gliedert sich in zwei Teile: einen Online-Tag am 1. Juni 2026 mit Impulsen, Mini-Tutorials und Workshops sowie einen Präsenztag am 2. Juni 2026 mit World-Café und Messeständen. Die Abteilung Digitale Forschungsservices und das TKFDM sind nicht nur mit einem Messestand vertreten, sondern gestalten auch den Online-Tag mit Beiträgen zu folgenden Themen: Dokumentation von Experimenten mit dem elektronischen Laborbuch eLabFTW, Verschlüsselung von Dateien und Ordnern sowie automatische Transkription und KI-Chat mit eigenen Daten. Das vollständige Programm des Forums sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie in Kürze hier.
Wir freuen uns darauf, Sie bei einer der Veranstaltungen zu treffen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
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Coffee Lectures: Forschungsdatenmanagement in der Praxis
Das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) setzt seine erfolgreiche Online-Reihe der Coffee Lectures im April 2026 fort.
Die Veranstaltungsreihe steht in diesem Semester unter dem Motto „Best Practices – Warum das Rad neu erfinden?“ und stellt praxisnahe Tools und Templates vor. Thematisch reicht das Spektrum von Datenorganisation über Wissensmanagement mit Obsidian bis hin zu Open-Source-Tools für den Forschungsalltag – es ist also für jede*n etwas dabei. Ein besonderes Highlight ist die Coffee Lecture des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Tino Melzer, die im Juni stattfindet.
Die Coffee Lectures werden jeweils am letzten Mittwoch im Monat (außer im August) um 14 Uhr online via Zoom angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Nehmen Sie sich eine Tasse Kaffee oder Tee und schauen Sie virtuell vorbei! Die Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Coffee Lectures Webseite des TKFDM.
Das TKFDM bietet dauerhaft Zugriff auf sämtliche Coffee Lecture Materialien der letzten Jahre. Die Aufzeichnungen vergangener Veranstaltungen sind auf dem TKFDM YouTube-Kanal verfügbar, während die Vortragsfolien auf Zenodo zu finden sind.

Ankündigung
Dritter OpenIRIS Anwendertag am 23. Juni 2026
Der Wissenschaftsstandort Jena steht für exzellente Forschung und leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen. Mit JenaVersum wird seit 2021 die vernetzte und abgestimmte Nutzung dieser Ressourcen gezielt gefördert. Das Projekt „JenaVersum 2023–2026“ führt diesen Weg konsequent fort – mit Transparenz, effizientem Ressourceneinsatz und neuen Kooperationsmöglichkeiten. Zentrales Instrument ist die Open-Source-Plattform OpenIRIS.
Nach erfolgreicher Pilotphase und zwei Anwendertagen wächst die Community stetig. Immer mehr Einrichtungen machen ihre Geräte sichtbar und stärken so die vernetzte Forschungslandschaft in Jena.
Mit dem 3. Anwendertag OpenIRIS für JenaVersum möchten wir Ihnen erneut eine Plattform für Information, Austausch und Vernetzung bieten. Die Veranstaltung richtet sich an aktuelle Nutzende ebenso wie an Interessierte und unterstützt gezielt die Stärkung von Kooperationen innerhalb des JenaVersum-Netzwerks. Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke in aktuelle Entwicklungen sowie Perspektiven der Plattform OpenIRIS. In der inspirierenden Umgebung eines OpenIRIS Providers „Lichtwerkstatt“ am Abbe Center of Photonics möchten wir gemeinsam mit Ihnen in den Austausch treten und darüber diskutieren, wie Forschungsinfrastrukturen noch besser geteilt, genutzt und weiterentwickelt werden können. Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen und vielseitigen Austausch.

Information
Überblick über die NFDI-Konsortien
Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) stellt in einer auf Zenodo publizierten Übersicht ihre Konsortien vor. Diese entwickeln disziplin-spezifische Infrastruktur, Tools und Services für die unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachbereiche. Dabei sind alle primären Wissenschaftsbereiche abgedeckt. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Einrichtungen engagieren sich in den Konsortien der NFDI. Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die 26 disziplin-spezifischen Konsortien sowie die gemeinsame Initative Base4NFDI. Auf je einer Seite wird ein Konsortium, kurz und standardisiert in Form eines Steckbriefs dargestellt. Damit haben Sie die Möglichkeit schnell und übersichtlich das für Ihren Fachbereich passende Konsortium und dessen Angebote zu finden. Ein Blick lohnt sich!
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Neue DFG-Förderinitiative zur Sicherung gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ende Oktober 2025 eine Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz veröffentlicht.
Im Zeitraum von 2025 bis voraussichtlich 2027 stellt die DFG-Fördermittel bereit, um die Resilienz von Dateninfrastrukturen zu stärken und gefährdete Datensätze sowie Forschungsergebnisse aus ausländischen Repositorien langfristig zu sichern und für die deutsche Wissenschaft zugänglich zu machen. Unterstützt werden Vorhaben, die beispielsweise Speicherkapazitäten aufbauen, personelle Ressourcen für Erschließung, Kuratierung oder fachliche Aufbereitung bereitstellen, rechtliche Fragen klären oder die Einbindung gesicherter Daten in überregionale und europäische Strukturen fördern. Ebenso kann die Entwicklung von Rahmenbedingungen und Technologien unterstützt werden, die eine bessere Integration entsprechender Repositorien und Infrastrukturen in überregionale oder europäische Verbünde bzw. Cloud-Umgebungen ermöglichen. Mehr Informationen zur neuen Förderinitiative und dem Antragsverfahren finden Sie auf der Webseite der DFG. Dort finden Sie auch bereits die ersten vier Projekte, die im Rahmen der Förderinitiative bereits bewilligt wurden.
Die Abteilung Digitale Forschungsservices unterstützt Sie umfassend bei der Planung und Antragstellung – von der Einordnung Ihrer Projektidee in die Förderlinie, über die Auswahl geeigneter Speicher- und Infrastrukturangebote bis hin zu Fragen des Forschungsdatenmanagements und der technischen Umsetzung. Kommen Sie gerne auf uns zu und vereinbaren einen Termin mit uns per E-Mail an urz-dfs@uni-jena.de.
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Was ist eigentlich ein Forschungsdatenzentrum?
Ein Forschungsdatenzentrum (FDZ) ist eine Einrichtung, die Forschungsdaten langfristig archiviert, aufbereitet und der Wissenschaft über geregelte Zugangswege datenschutzkonform bereitstellt. Dabei übernehmen die Forschungsdatenzentren die Rolle eines Datentreuhänders. Zentrale Aufgabe der FDZ ist die Einhaltung des Datenschutzes und die Bereitstellung qualitativer und/oder quantitativer Forschungsdaten. Forschende können auf frei verfügbare Datensätze direkt zugreifen oder nach Beantragung und durch Nutzungsverträge Zugang zu sensiblen Daten erhalten.
Forschungsdatenzentren in den Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften werden vom RatSWD (Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten) akkreditiert und weisen somit einen qualitativen Mindeststandard auf. Aktuell gibt es 39 vom RatSWD akkreditierte FDZs mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten (z.B. Bildung, Migration, Gesundheit, Politik, Wirtschaft & Finanzen). Sie können sowohl an staatlichen Einrichtungen oder auch an wissenschaftlichen Institutionen lokalisiert sein.
Erst kürzlich wurde das (noch nicht akkreditierte) FDZ Gesundheit eröffnet, welches pseudonymisierte Daten aus der gesetzlichen Krankenversicherung enthält und auf Antrag zu Forschungszwecken zur Verfügung stellt.
Viele Forschungsdatenzentren bieten auch die Möglichkeit externe Daten aufzunehmen. Sollten Sie es in Erwägung ziehen selbst erhobene sensible Daten über ein Forschungsdatenzentrum bereit zu stellen, empfehlen wir sich frühzeitig mit einem FDZ in Verbindung zu setzen. Diese beraten zur Datenerhebung, den qualitativen Anforderungen und entstehenden Kosten.
Gern können Sie sich auch mit Ihren Fragen zur Veröffentlichung oder Nutzung von Daten der Forschungsdatenzentren auch an uns wenden!
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Unsere schnelle Frage
Welche Angebote (Dienste, Beratung, Entwicklung, Schulungen) rund um die digitale Forschung wünschen Sie sich in Zukunft noch von der Abteilung Digitale Forschungsservices?
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